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WRACK DER SALEM EXPRESS |
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In der Nacht des 15. Dezembers 1991 endete die Fahrt des Fährschiffes SALEM EXPRESS nur 16 Kilometer vor dem Zielhafen Safaga. Durch die vermutete Unachtsamkeit des Käpitäns rammte das Schiff mit voller Wucht einen kleinen Korallenberg, nicht weit vom Sha´ab Sheer entfernt. Der Aufprall war so heftig, dass sich die Bugklappe öffnete und die Fähre umgehend sank. Für die zahlreichen Gläubigen, die sich auf dem Rückweg Ihrer Pilgerfahrt nach Mekka an Bord befanden, blieb so gut wie keine Zeit sich in Sicherheit zu bringen.Von den beinahe 1000 Passagieren verloren bei dem tragischen Schiffsunglück mehr als 600 Personen ihr Leben. Das Wrack ruht völlig intakt auf dem 32 Meter tiefen Grund neben dem Riff, welches ihm zum Verhängnis wurde. Die Backbordseite befindet sich knapp zehn Meter unter der Wasseroberfläche. Der Tachgang beginnt am Heck, an dem sich die beiden mächtigen, vierflügeligen Propeller befinden. Die linke Schraube ragt eindrucksvoll nach oben, umgeben von zahlreichen, bunten Weichkorallen. Der rechte Propeller ist halb verborgen im Sand.
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Folgt man der ansehnlichen hölzernen Brücke, sieht man die Rettungsbote auf dem 27 Meter tiefen Grund liegen. Sie belegen eindrucksvoll, wie schnell das Schiff sank und dass für die Mehrheit der Passagiere keine Zeit blieb, um sie zu erreichen. Um das Wrack verstreut liegen die Habseligkeiten der Reisenden, die schon größtenteils geborgen wurden. Ein Stück weiter ragen die beiden Schornsteine ins Wasser hinein. Sie tragen ein großes “S”, umgeben mit einem Lobeerkranz, dem Anfangsbuchstaben des Schiffnamens. Auf dem Oberdeck erkennt man deutlich das Radar und mit Hilfe einer starken Lampe kann man einen kleinen Blick auf die Instrumente werfen. Durch viele Fenster kann man in die vollständig leeren Innenräume blicken, die vom fahlen Sonnenlicht erleuchtet werden. Am Bug fällt sofort die grosse Klappe auf, die sich beim Aufprall öffnete. Im Schiffsrumpf wiegen Wolken von Glasfischen hin und her. An der linken Bordwand sieht man den riesigen Anker noch an seiner Kette hängen. Das Innere des Wracks ist und bleibt tabu, es gilt als Grab. Die vielen Opfer des Unglücks verdienen den vollen Respekt aller Taucher. Das Schiffsinnenere darf deshalb nicht betreten werden. Ein Tauchgang am Wrack der SALEM EXPRESS ist ein besonderes Erlebnis, besonders und gerade in den Morgenstunden, wenn der gesamte Rumpf von der fahlen Sonne beschienen wird. Der Riffabschnitt auf den das Wrack ruht, ist einer ständig leichten Strömung ausgesetzt und sollte mit der nötigen Vorsicht durchgeführt werden. Auch wenn erst wenig über ein Jahrzeht seit dem Unglück vergangen ist, hat sich auf dem Wrack bereits eine Vielzahl von bunten Meeresorganismen angesiedelt. Rund um das Wrack kreisen Schulen von Barrakudas und Stachelmakrelen.
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Panorama Reef
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