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PARSTEINER SEE
 

Der Parsteiner See liegt rund 80 km nordöstlich von Berlin. Sein Markenzeichen sind die vielen Findlinge und großen Steine, die wohl auch für den Namen verantwortlich sind. Das klare Wasser des Parsteiner See´s wird schon seit je her gepriesen.
Durch die DDR Bewirtschaftung neigt der Parsteiner See zu erheblicher Überdüngung.
Bis 1989 entzogen Pumpstationen dem See jeden Sommer etwa 1,5 Mio cbm; Wasser zur Beregnung der anliegenden Felder. Diese Methoden dienten der Ertragssteigerung ansessiger Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG). Etwas davon bekam der Parsteiner See jedoch zurück, allerdings leider nur in Form von Gülle. Flüssiger Dünger der die Lebensgemeinschaft aus dem Gleichgewicht brachte. Auch Massentierhaltung war an der Tagesordnung. Die dort erzeugte Gülle floß z.T. direkt in den Parsteiner See. Kommunales Abwasser wurde ebenfalls, teils ungeklärt, eingeleitet.
Im Nordteil des Sees wurde bis 1990 intensive Karpfenhaltung betrieben, wöchentlich 2 Tonnen Mais verfüttert, was zum Sauerstoffmangel im Nordteil des Parsteiner See´s führte. Fische flüchteten in andere Seeregionen, um der Erstickung zu entgehen. Die Wasserqualität verschlechterte sich so, dass es sogar Badeverbote gab.
Seit der Ausrufung des Biosphärenreservates 1990 hat sich der allgemeine Zustand des Parsteiner See´s erheblich verbessert. Viele geschädigte Bereiche sind aber auch heute noch zu finden. Im Bereich der ehemaligen Karpfenzucht kann man Schlammanhäufungen von bis zu 6 m finden.
Folglich hat man auch ein allgemeines Tauchverbot ausgesprochen, welches mittlerweile wieder gelockert wurde. Entsprechen vorgegebener Zonen kann der See bedingt betaucht werden.

Folgende Fische kann man auch heute noch im See finden:
- Plötzen
- Barsche
- Hechte
- Bitterlinge
- Welse
- Zander
- Aale
- Karauschen
- sehr selten Steinbeisser (vom Aussterben bedroht)
- amerikanischer Flusskrebs

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Die Entstehung des Parsteiner Seees

Bei Chorin erheben sich die Endmöränen der Pommerschen Eisrandlage des Weichselglazials mit Höhen, z.T. bis 100 m über den südlicheren Sandegürtel. Zwischen Niederfinow und Liepe reicht der Endmoränenbogen sogar bis an das Eberswalder Urstromtal heran. Die obere Endmoränenlandschaft ist ausgprägt durch zahlreiche Kuppen, langgestreckten Höhenrücken und kleinen, vernäßten Senken. In den großen und tieferen Senken haben sich größtenteils Seen gebildet die in der Unterwassertopografie nicht unterschiedlicher sein können.
Zur Entstehung:
Während der Inlandeisabdeckung der letzten Eiszeit treten, wie bei wachsenden Gletschern üblich, Inlandeisschurf (Abschürfen der Bodenoberfläche) und Schmelzwassererosion unter dem Eis auf. Ständiger Abrieb beim Vorschub des Eises prägen die Entstehung neuer Landschaftsformen. Unter dem Eis auftretendes und abfließendes Schmelzwasser tragen zusätzlich zur Veränderung bei. Mitgeführte Sedimente werden aus der ursprünglichen Landschaft entfernt und lassen Abtragungshohlformen entstehen. Bestehende oder entstandene Vertiefungen werden durch gefrorenes Wasser (Toteis) geschützt. Die Überschüttung mit Toteis verhindert eine erneute Veränderung der in der Beckenbildungsphase entstandenen Hohlräume. Durch die Toteispanzer können die entstandenen Hohlräume nicht zugeschüttet werden.
Durch das Abtauen der Toteiskörper im spätglazial Altholziän treten die ursprünglich glazial gebildeten Becken in Erscheinung und füllen sich vielerorts mit Wasser.
Im Parsteiner Becken blieben nach dem Rückschmelzen des Inlandeises zahlreiche isolierte Toteiskörper in den vorher durch das Eis gebildete Senken zurück. Das Schmelzwasser überschüttete dieses Toteis auch im Parsteiner Becken mit Sanden und Kiesen und konservierte auf diese Art die Senken. Die Phase der Beckenerhaltung endete mit dem Austauen des Toteises, erst vor ca. 8.000 bis 10.000 Jahren. Nun begann mit der Entstehung von wassergefüllten Senken die Phase der Seeenbildung im gesamten Tiefland, wobei auch die Senke des Parsteiner Sees sich mit Wasser füllte.




Biospärenreservat Schorfheide - Chorin | Campingplatz Parsteiner See

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