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BIOSPÄRENRESERVAT SCHORFHEIDE - CHORIN
 

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wurde am 12. September 1990, von der damaligen DDR - Regierung per Verordnung [235 KB] gegründet und streckt sich mit seinen 1291 Quadratkilometer über die Landkreise Barnim, Oberhavel und Uckermark. Am 17. Dezember 1990 fand es auch die Anerkennung der UNESCO

Das Biosphärenreservat zeichnet sich durch seine wasserreiche Kulturlandschaft aus. Mitten durch das Reservat verläuft die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee, allerdings fehlen größere Fließgewässer und auch kleine Bäche sind eher selten zu finden. Hauptsächlich befinden sich im Reservat Stillgewässer in Form verschiedenster Seen, Tümpeln oder Teichen. Auch ein Klarwassersee, der Parsteiner See, ist in diesem Reservat zu finden. Die Seen existieren in vielerlei Formen, flache und tiefe, klare und trübe, große und kleine, stille und turbulente. Über 220 Seen liegen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin! Diese Vielzahl ist Zeichen einer jungen Landschaft, die durch die letzte Eiszeit vor erst 15.000 Jahren entstanden sind. Die Seen sind Wasserspeicher unserer Landschaft und ausgleichende Klimaanlage für die Umgebung. Die typischen Schilfgürtel an den flachen Ufern sind Filter und Kinderstube der Gewässer. Junge Fische und Kaulquappen verstecken sich zwischen den Halmen vor ihren Feinden. Schilf filtert zufließende Schadstoffe und schützt die Seeufer vor Erosion.




 



Flora und Fauna

Besonders wichtig für den Naturschutz sind die vielen alten Waldgebiete. Im Biosphärenreservat gibt es Areale, in denen mehrere Hundert Eichen stehen, die teilweise schon älter als 250 Jahre sind. Den größten Anteil des Waldgebiets machen jedoch Kiefern aus. Vereinzelt findet man an einigen Stellen auch Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze. Neben der enormen Pflanzenwelt kann man natürlich auch die unterschiedlichsten Tierarten im Biosphärenreservat entdecken.
Von zentraler Bedeutung ist die Vielzahl der dicht beieinanderliegenden Gewässer im Biosphärenreservat. Hier werden bedrohten Tierarten, wie dem Fischotter und Biber noch naturbelassene Lebensräume geboten. Sumpfschildkröte, Eisvogel, Rohrdommel oder die Rotbauchunke haben sich dauerhaft niedergelassen. Ebenfalls konnten 16 Fledermausarten nachgewiesen werden. Auch in der Luft finden sich die verschiedensten Vogelarten, neben den Fisch-, See-, und Schreiadlern, die in den Wäldern brüten, hat der Kranich und Schwarzstorch eine erhebliche Bestandsgrundlage. Die vielen naturbelassenen Feuchtgebiete erhalten zunehmend eine große Bedeutung für Rast- und Brutvögel.
Die in ganz Deutschland bestandsbedrohten Amphibien- und Reptilienarten kommen im Biosphärenreservat mit hoher Artenzahl vor. Besonders zu nennen sind dabei die Vorkommen der Kreuzotter.

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Parsteiner See

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